Römischer Hafen vor der Martinsinsel, Turnierplatz, Pranger, Marktplatz, Feier zum 11. im 11.,
Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht, Weihnachtsmarkt, Jan und Griet - und vieles
mehr verbindet man mit dem Alter Markt, einem der belebtesten und beliebtesten Plätze der Stadt.
In der Mitte des Platzes befindet sich das Denkmal des Jan von Werth, jenes Bauernsohns aus
Büttgen bei Neuss, der aus Liebeskummer Soldat wurde und es aufgrund seiner Tapferkeit bis zum
General brachte. Im Jahre 1637 zwang er die französische Besatzung der Festung Ehrenbreitstein bei
Koblenz zur Aufgabe. Damit wurde die bestehende Rheinsperre beseitigt. Dies kam dem Kölner Handel
zugute, denn jetzt konnten die Warenströme wieder ungehindert den Rhein passieren.
Ungezählte Witze befassen sich mit "Tünnes und Schäl", deren Statuen man im Brigittengäßchen
trifft. Tünnes, nicht sonderlich klug aber gutmütig, versteht es, sich in der Welt zu behaupten.
Bei Schäl haben wir es mit einem etwas durchtriebenen, stets seinen Vorteil suchenden und
intriganten Zeitgenossen zu tun.
Der Handel mit Fisch war für Köln ein wichtiger Erwerbszweig. Holländischer Hering wurde bis weit in den Süden Deutschlands, aber auch bis ins Westfälische versandt. Die Aufbereitung und der Handel mit dieser Ware fanden im "Fischkaufhaus" am Fischmarkt statt, das später als Stapelhaus genutzt wurde. Dieses aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammende Gebäude wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Im Nachbau des Stapelhauses befindet sich das "Haus des Kölner Handwerks".