Salz war ein wichtiges Handelsgut. Die im nahegelegenen Fischkaufhaus (Stapelhaus) tätigen Fischhändler
benötigten es zum Aufbereiten der für den Export vorgesehenen Ware. Im täglichen Haushalt war es ebenfalls
unentbehrlich. Was lag also näher, als das Produkt Salz an zentraler Stelle, also in der Salzgasse,
zu vermarkten. Heute finden wir in der Salzgasse eine Anzahl historischer Gasthäuser und Braustätten.
Wenn es auch so ist, dass Salz durstig macht - durstig braucht in der Salzgasse niemand zu bleiben.
Mit dem mittelalterlichen Eisenhandel hat der Eisenmarkt nur mittelbar zu tun: Der Wirkungskreis der
Händler mit Eisenwaren lag im nördlichen Bereich des Heumarktes. Mit Sanierung der Altstadt im Jahre
1935 benannte man diesen neugeschaffenen Platz zur Erinnerung an das damalige Gewerbe. Wie auch an
anderen Stellen verwundert es, dass inmitten einer lebendigen und mitunter lauten Umgebung eine
derartige Oase der Stille erhalten geblieben ist. Hier befinden sich das Denkmal des Kölner
Volksschauspielers Willy Millowitsch sowie seit 1938 das Domizil des Kölner Hänneschen-Theaters.
In diesem Haus der Kölner Puppenspiele wird die Tradition des 1802 von Joh. Christoph Winters gegründeten
Puppentheaters gepflegt und heute noch mit so viel Erfolg gespielt, dass es mitunter schwierig ist,
Eintrittskarten zu erhalten. Da Willy Millowitsch aus einer alten Kölner Puppenspielerfamilie stammte,
lag es nahe, sein Denkmal genau an diese Stelle zu setzen.